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Kleinkunstabend mit Liedern und Texten von Kurt
Tucholsky und Rio Reiser
Termine - Bilder von den Proben
"Wer war Kurt Tucholsky? Ein Schriftsteller von ungewöhnlicher
Begabung; unerschöpflich an Einfällen; ein kluger Humorist; ein
Satiriker von Format und - ein Kämpfer für die ewigen Menschenrechte,
deren Schicksal es ist, ewig mit Füßen getreten zu werden. (…) Er
hatte viele Verwandlungen durchgemacht. Auch er war durch viele
Irrtümer, Fehler, Krankheiten hindurch gegangen. Aber dieser proteusartige
Mensch trug in sich einen Reichtum an Bildung, Phantasie, kritischer
Vernunft, und überlegener Heiterkeit, dass seine Arbeiten
Tausende und aber Tausende in ihrem Lebensmut stärkten, sie bereicherten
oft entzückten."
Wilhelm Herzog, 1936 Germanist und Publizist, Verfechter des
expressionistischen Gedankengutes der 20er Jahre |

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"Singen konnte er nach eigener Einschätzung nicht, aber wild und
gefährlich klang es meist schon, wenn Rio Reiser seine Texte ins
Mikrophon räusperte: "Wir haben keine Angst zu kämpfen, denn Freiheit
ist unser Ziel…" Hinter ihm Ton Steine Scherben, die Band, die heute
noch jeder liebt für solche Sätze. Berliner Lokalkosmopoliten,
Frontstadtkapelle - genau die Art von Leuten, vor denen uns unsere
Eltern immer gewarnt haben. Wie sie damals die Hausbesetzerbewegung
erfanden, indem sie mit Sound vom LKW aus die Party in den
Politaktivismus trugen, (…) wie sie "Schmidt und Press und Mosch"
längst vergessene Lokalpolitiker, per Song "aus Kreuzberg raus"
schmeißen wollten - das ist der Stoff für Legenden um die gefürchteste
Band der Republik."
Thomas Groß, 1996 aus; taz, Lange Reise ans Ende der Macht, 22.8.1996 |

Durchaus denkbar; beide hätten im selben Café ihren Cognac
getrunken. Kurt Tucholsky und Rio Reiser -zwei Menschen,
deren kritisches Schaffen die berliner Szene ihrer Zeit berührte
und prägte.
Tucholsky, Satiriker und Dichter des jungen 20. Jahrhunderts
und Rio Reiser, der quer denkende Musiker und Sänger der
Band "Ton Steine Scherben". Beide stehen für politisches
Denken, gesellschaftskritische Texte und für unbequeme Worte
in bewegten Zeiten.
Kurt Tucholsky schrieb seine Kolumnen, Chansons Gedichte und
Kurzgeschichten unter ständig wechselnden Synonymen. Theobald
Tiger, Peter Panter, Kasper Hauser und Ignaz Wrobel, Namen,
nicht mehr wegzudenken aus der politischen Kabarettbühne der
20. Jahre.
Ralph Möbius alias Rio Reiser sang und schrie die Gedanken
der linken Szene Berlins heraus. Anfang der 70er Jahre
besingt er Tabus und spricht deutlich über kommunale Missstände
der Berliner Politik.
Kurt Tucholsky und Rio Reiser, die beiden Berliner,
stehen für unsere Sehnsucht nach Freiheit, Gerechtigkeit und
Selbstverständnis. Erstaunlich aktuell im 21. Jahrhundert - sie rufen
in Erinnerung nicht in Vergessen.
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Philipp Höck:
Text
Gesang
Gitarre
Percussion
Thomas Leichtweiß:
Text
Gesang
Gitarre
Piano
Percussion
Viola Muscolo:
Text
Gesang
Percussion
Oliver Kelm:
Technik
Website
Pia Nußbaum:
Idee und Regie
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"Wir sind die Zukunft,
wir sind die Antwort,
wir sind die Helden,
wir sind die Stars!
Wir die Millionen
Unbekannten
Und was wir wollen,
wird morgen wahr!"
Rio Reiser
"Den meisten Leuten
sollte man in ihr
Wappen schreiben:
Wann eigentlich,
wenn nicht jetzt"
Kurt Tucholsky |
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| 23. April 2005 |
Samstag |
20:00 Uhr |
Premiere |
| 24. April 2005 |
Sonntag |
20:00 Uhr |
2. Aufführung |
| 30. April 2005 |
Samstag |
20:00 Uhr |
3. Aufführung |
| 01. Mai 2005 |
Sonntag |
20:00 Uhr |
4. Aufführung |
| 03. Juni 2005 |
Freitag |
20:00 Uhr |
5. Aufführung |
| 04. Juni 2005 |
Samstag |
20:00 Uhr |
6. Aufführung |
| 10. Juni 2005 |
Freitag |
20:00 Uhr |
7. Aufführung |
| 11. Juni 2005 |
Samstag |
20:00 Uhr |
8. Aufführung |
| 09. Juli 2005 |
Samstag |
19:30 Uhr |
9. Aufführung (Ausverkauft) |
Einlass 30min. vor Beginn
Eintritt € 12 / € 8 ermäßigt
VVK: Buchhandlung am Park
Parkstraße 20 - Bad Nauheim - 06032 2525
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