Theater Alte Feuerwache e. V.

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September 18
Freitag, 21.09. | 19:30 Uhr Fachdienst Kultur und Sport
Philosophische-Reihe 2018: Spinozas perspektivische Philosophie

Baruch de Spinoza (1632 – 1676) entstammte einer jüdischen Kaufmannsfamilie spanischportugiesischer Herkunft, die vor der Inquisition von der iberischen Halbinsel in die Niederlande geflohen war. Obwohl er selbst sich für einen gläubigen Juden hielt, waren seine Gedanken zur Religion so unorthodox, dass er aus der jüdischen Gemeinde ausgeschlossen wurde.
Durch dieses schmerzliche Ereignis zur Geheimhaltung gezwungen, konnte er seine philosophischen Schriften kaum veröffentlichen. Unter diesen schwierigen Umständen entwickelte er seine Theorie des psychophysischen Parallelismus, der in den heutigen Debatten um Geist und Gehirn eine vermittelnde Position ermöglicht.

Rednerin: Prof. Dr. Eva Schürmann (Universität Magdeburg)
Kartenvorverkauf: Bad Nauheim Tourist Information (In den Kolonnaden 1, Bad Nauheim, Tel. 06032-929920) sowie deutschlandweit in allen ReserviX-Vorverkaufsstellen

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Oktober 18
Freitag, 26.10. | 19:30 Uhr Fachdienst Kultur und Sport
Philosophische-Reihe 2018: Tabula rasa – John Locke und die Frage, woher wir wissen, was wir wissen.

Wissen wir nur das, was unsere Sinne uns übermitteln? Oder ist es vielmehr so, dass unsere sinnliche Wahrnehmung so sehr durch rationale Kategorien vorprogrammiert ist, dass wir eigentlich nur das sehen, was wir auch wissen können?

Der englische Empiriker John Locke (1632 – 1704) war einer der ersten Philosophen, die im neuzeitlichen Sinn Erkenntnistheorie betrieben. Seine Einsichten sind eine wunderbare Lehre darin, den hochtrabenden Konstrukten der Abstraktion zu misstrauen und lieber genau achtzugeben, was uns die originären Eindrücke unserer Sinne vermitteln.

Redner: Dr. Frieder Schwitzgebel (Pressebüro Schwitzgebel)
Kartenvorverkauf: Bad Nauheim Tourist Information (In den Kolonnaden 1, Bad Nauheim, Tel. 06032-929920) sowie deutschlandweit in allen ReserviX-Vorverkaufsstellen

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Dezember 18
Freitag, 07.12. Fachdienst Kultur und Sport
Philosophische-Reihe 2018: Aufklärungs-Optimismus – Shaftesbury und die Autonomie des menschlichen Handelns

Anthony Ashley Cooper (1671 – 1713), 3rd Earl of Shaftesbury, war Enkel des umstrittenen Begründers der Partei der Whigs in der Exklusionskrise 1679 – 82 , Patient des Philosophen und Arztes John Locke. Als überzeugter Aufklärer und rationaler Christ setzte er sich wie sein Lehrer John Locke für allgemeine Menschenrechte und Toleranz gegenüber den Dissentern ein, wobei sein Whiggismus seine Philosophie mitprägte.
Gleichzeitig aber ebnete sein Ideal des »virtuoso« nolens volens den Weg von der Aufklärung zur Vorromantik, mit dem Konzept eines angeborenen moralischen und ästhetischen Gefühls, das sein Interpret Francis Hutcheson (und nach ihm die schottische Moral Sense School) dann in Richtung Romantik weiterentwickelten.

Redner: Prof. Dr. Rolf Lessenich (Universität Bonn)
Kartenvorverkauf: Bad Nauheim Tourist Information (In den Kolonnaden 1, Bad Nauheim, Tel. 06032-929920) sowie deutschlandweit in allen ReserviX-Vorverkaufsstellen

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Januar 19
Freitag, 25.01. Fachdienst Kultur und Sport
Natur und Skepsis: David Hume (1711 – 1776)

Redner: Prof. Dr. Heiner F. Klemme
(Universität Halle)

Der schottische Philosoph David Hume gehört nicht nur zu den bedeutendsten Philosophen im Zeitalter der Aufklärung, er ist auch heute noch ein wichtiger Bezugspunkt philosophischer Diskussionen. Im Zentrum seiner Philosophie steht die Frage nach dem Ursprung unserer Erkenntnis. Er ist davon überzeugt, dass die Prinzipien unseres Urteilens nicht auf einer platonisch verstandenen Vernunft, sondern auf unserer Einbildungskraft sowie auf unseren Leidenschaften und Gefühlen beruhen. Wir sollten unserer Natur folgen und skeptisch gegenüber den überzogenen Ansprüchen sein, die viele Philosophen mit dem Vermögen der Vernunft verbinden.
In dem Vortrag werden einige zentrale Aspekte von Humes Philosophie vorgestellt werden: seine Konzeption der Kausalität, seine Lehre von Freiheit und Notwendigkeit, seine Auffassung von den moralischen Gefühlen und seine Kritik am Wunderglauben.
Februar 19
Freitag, 22.02. Fachdienst Kultur und Sport
Der Vater des modernen kritischen Denkens Pierre Bayle (1647 – 1706)

Redner: Prof. Dr. Lothar Kreimendahl
(Universität Mannheim)

Pierre Bayle ist der Vater des modernen kritischen Denkens. Die nachfolgenden Philosophen schöpfen teils direkt, teils auf vermittelte Weise aus seinem „Historisch-kritischen Wörterbuch“, das man als die „Rüstkammer der Aufklärung“ bezeichnet hat. Die Attraktion, die dieses Werk auf die zeitgenössischen Leser ausübte, beruht in erster Linie auf der skeptischen Haltung, die Bayle bei allen behandelten Fragen zur Anwendung bringt. Der Philosoph unterwirft Philosophie und Theologie, aber auch die Hauptthemen aller anderen Disziplinen einer kritisch-nüchternen Revision. Dieser Geist einer vorurteilsfreien Rationalität traf das Lebensgefühl der sich formierenden Aufklärung, die sich nach den Worten Kants nur dem verpflichtet fühlte, was vor dem Richterstuhl der Vernunft legitimiert werden kann.
Der Vortrag gibt anhand ausgesuchter Probleme, darunter die Theodizeefrage, einen Einblick in Bayles skeptisches Verfahren und stellt seine Bedeutung für die Philosophie der Aufklärung heraus.
März 19
Freitag, 22.03. Fachdienst Kultur und Sport
Der seinem Zeitalter den Namen gab: Voltaire

Redner: Prof. Dr. Dieter Hüning
(Universität Trier)


Die Bedeutung Voltaires (Francois-Marie Arouet 1694 – 1778) liegt nicht in der Tiefe seiner philosophischen Gedankengänge, denn er war kein systematischer Denker.Voltaire wollte vor allem als der größte Dramatiker seines Jahrhunderts anerkannt werden. Aber seine klassizistischen Tragödien, seine zahlreichen Gedichte sind längst in Vergessenheit geraten. Dennoch war er eine der Geistesgrößen seiner Zeit, die man sogar nach ihm das “Zeitalter Voltaires“ genannt hat. Seine Bedeutung und sein bleibender Ruhm liegen darin, dass Voltaire sein ganzes Leben hindurch als unentwegter Vorkämpfer der Ideen der Aufklärung tätig war. Im Zentrum seiner zahlreichen Aktivitäten steht der Kampf gegen die „Verruchte“, d. h. die katholische Kirche als Symbol religiöser Intoleranz, sowie gegen alle übrigen Formen des religiösen Fanatismus, dem er seine Toleranzforderung entgegenstellte. Auch die korrupte und grausame Strafjustiz des Absolutismus war immer wieder Ziel seiner Kritik, die ihn zu rechtsstaatlichen Reformforderungen führte. Keinesfalls war er ein kontemplativer Intellektueller; er l e b t e die Aufklärung. So wurde er d e r Aufklärer schlechthin.
Mai 19
Freitag, 24.05. Fachdienst Kultur und Sport
Einer muss dran glauben. Rousseau zu Mensch und Gesellschaft

Redner: Dr. Matthias Vollet
(Kueser Akademie für europäische Geistesgeschichte)


„Der erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen „Dies gehört mir“ und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft.“ In seinem Discours über die Ungleichheit der Menschen entwirft Rousseau ein trübes Bild des nicht-mehr-ursprünglichen Menschen. Die bürgerliche Gesellschaft entsteht durch das Eigentum, eine Angelegenheit, die nur durch die Anerkennung Anderer überhaupt erst Wirklichkeit erhält.
Im Ausgang von diesem Punkt verfolgt der Vortrag die Weisen der Vergemeinschaftung des Menschen in Rousseaus Konzeption.
Juni 19
Freitag, 28.06. Fachdienst Kultur und Sport
Montesquieu und die Philosophie im Zeichen des „bel esprit

Redner: Prof. Dr. Michael Bernsen
(Universität Bonn)


Montesquieu (1689 - 1755) ist einer der bekanntesten Autoren der Frühaufklärung. Als politischer Philosoph vertritt er Ideale einer freiheitlichen Gesellschaft wie den Konstitutionalismus und die Bürgerrechte, die Gewaltenteilung und die Meinungsfreiheit, die Herrschaft des Rechts und das Streben nach sozialer Gleichheit; Ideale, die in systematischer Form in seinem Hauptwerk „Vom Geist der Gesetze“ (1748) formuliert werden. Besonders interessant ist aber seine für die spätere französische Philosophie der Aufklärung so typische Art und Weise philosophischen Reflektierens, welche von den Diskussionsformen der zeitgenössischen Salons beeinflusst ist, in denen der „bel esprit“ der witzigen Unterhaltung vorherrscht. In seinen frühen „Persischen Briefen“ (1721) lässt er zwei Perser über ihre Beobachtungen der französischen Zivilisation nachdenken und hält somit der zeitgenössischen Gesellschaft einen Spiegel vor.
August 19
Freitag, 30.08. Fachdienst Kultur und Sport
Schizophrenes Schreiben. Diderots Selbstkritik der Aufklärung

Rednerin: Prof. Dr. Barbara Ventarola
(Freie Universität Berlin)


Denis Diderot (1713 – 1784) ist einer der vielschichtigsten und widersprüchlichsten Schriftsteller der europäischen Aufklärung. Neben seinem Monumentalobjekt der Encyclopédie, einem umfassenden Kompendium des Wissens seiner Zeit, hat er auch zahlreiche literarische und kunsttheoretische Texte verfasst, die im Rückblick vielfach erstaunlich modern anmuten und das Projekt „Aufklärung“ immer wieder kritisch hinterfragen. Indem Diderot ein starkes Interesse an skurrilen Charakteren, bizarren Konstellationen, transgressiven literarischen Experimenten und extremen, oft geradezu pathologischen Affekten zeigt, höhlt er seine eigene aufklärerische Feier einer auf Vernunft gründenden Ordnung selbst aus. Der Vortrag wird herausarbeiten, wie sich dieses schizophrene Denken und Schreiben in unterschiedlichsten Texten Diderots manifestiert. Ziel ist es, ein umfassendes Bild von diesem schillernden Autor und den inneren Verwerfungen seiner Zeit zu zeichnen.
September 19
Freitag, 27.09. Fachdienst Kultur und Sport
Zwei Verkünder des Materialismus im 18. Jahrhundert: La Mettrie und Holbach

Redner: Prof. Dr. Günther Mensching
((Universität Hannover)



Julien Offray de La Mettrie (1709 – 1751) und der Baron d‘Holbach (1723 – 1789) gelten seit jeher als die radikalsten Vertreter des naturwissenschaftlichen Materialismus im 18. Jahrhundert, von vielen als geistige Befreier bewundert, von manchen anderen als Apostel der Sittenlosigkeit verschrieen. Das Denken der beiden Autoren enthält indessen mehr als die bekannten antireligiösen und deterministischen Lehren. Es hat bis heute Auswirkungen gehabt und besitzt Schlüsselcharakter für die spätere Entwicklung von Philosophie und Wissenschaft.
Oktober 19
Freitag, 25.10. Fachdienst Kultur und Sport
Moses Mendelssohn, die Berliner Aufklärung und die jüdische Aufklärung

Redner: Prof. Dr. Christoph Schulte
(Universität Potsdam)


Anders als die französische Aufklärung mit ihrem Zentrum Paris, hatte die deutsche Aufklärung mehrere Zentren, darunter Berlin. Die Berliner Aufklärung wurde maßgeblich vom Juden Moses Mendelssohn (1729 - 1786) mitgeprägt; umgekehrt waren Religionsfreiheit und die intellektuelle Gleichberechtigung von Juden charakteristische Forderungen der Berliner Aufklärung. Und die jüdische Aufklärung wurde von Berlin aus initiiert, führende jüdische Aufklärer wirkten in der Berliner und der jüdischen Aufklärung zugleich.
November 19
Freitag, 29.11. Fachdienst Kultur und Sport
Lessing – fragmentarische Anmerkungen zum Fragmentenstreit

Redner: Dr. Matthias Eigelsheimer
(Schmitten)


Lessing (1729 – 1781) ist unbestritten einer der wichtigsten Aufklärer der deutschen Philosophiegeschichte. Sein „Nathan der Weise“ gilt heute noch vielen als d a s erklärende Beispiel von Toleranz und Humanität. Nicht allseits bekannt ist indessen, dass die berühmte Ringparabel, die ein wenig hintergründiger ist, als zumeist angenommen, Lessings Antwort war auf den mit von ihm entfachten „Fragmentenstreit“, der das späte 18. Jahrhundert sehr bewegte. Wir wollen uns an diesem Abend näher mit diesem beschäftigen, da der intellektuelle „Streit“ durchaus ein Medium darstellte, um aufgeklärte Ansichten populär zu machen und der gleichsam nebenbei die Publizistik anfachte. In der Auseinandersetzung mit der protestantischen Orthodoxie fand Lessing zu einer definierten Ansicht seines Begriffes von Toleranz und Menschenwürde, der starke Auswirkungen bis ins 19. Jahrhundert entfaltete. Den Abschluss werden Überlegungen bilden, was das 21. Jahrhundert aus dem Streit des 18. Jahrhunderts aufnehmen könnte.
Termine
21.09. Philosophische-Reihe 2018: Spinozas perspektivische Philosophie
17.10. Kleinkunst-Reihe 2018: Cargo Theater »Das finstere Tal«
18.10. Kleinkunst-Reihe 2018: Cargo Theater »Das finstere Tal«
20.10. Kabinettstücke: Fluch(t) bei Sieben
23.10. Kindertheater-Reihe 2018: »Überraschung für Victorius«
24.10. PanneBierhorst Blocker
25.10. PanneBierhorst
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