Theater Alte Feuerwache e. V.

Theater Alte Feuerwache e. V. im Badehaus 2
Geschäftsstelle
Stresemannstr. 32
61231 Bad Nauheim

Telefon: 06032 / 998060-0
Fax: 06032 / 998060-9
Telefon Badehaus 2: 06032 / 3491376
TAF
Referenzen

Die Dreigroschenoper

 

Die Entstehung

Nicht Brecht selber, sondern seine Mitarbeiterin Elisabeth Hauptmann brachte 1927 den Stein zum Entstehen der Dreigroschenoper ins Rollen. Sie erfuhr von der erfolgreichen Neuinszenierung der "Beggar's Opera" in London. Dieses Stück des Engländers John Gay stammte aus dem Jahr 1728, spielte im damaligen London und handelte von Bettlern, Huren und Verbrechern. Es war als Persiflage auf die damals populären Händel-Opern angelegt und behandelte verschlüsselt einen Korruptionsskandal.

Ein interessantes Thema, befand Elisabeth Hauptmann und machte sich sofort an eine Rohübersetzung, obwohl Brecht gerade an "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" arbeitete. Dennoch wurde sofort auch Brechts Interesse geweckt, und er beschäftigte sich nebenher mit der "Beggar's Opera". Noch ohne festes Ziel schrieb er Szenen um, fügte hier etwas hinzu, ließ dort etwas weg. Bis Mai 1928 hatte er eine Neufassung hergestellt, die er unter dem Titel "Ludenoper" veröffentlichte.

Anfang 1928 hatte der junge Schauspieler Ernst Josef Aufricht auf eigene Faust ein Theater gegründet. Er mietete das Theater am Schiffbauerdamm in Berlin und war nun auf der Suche nach geeigneten Stücken. Er sprach auch Brecht an, der sein "Mahagonny" bereits einem anderen Regisseur versprochen hatte. Allerdings habe er noch ein anderes Thema nebenher in Bearbeitung. Wenn das für ihn interessant wäre, könne er... Es war interessant für Aufricht, und er setzte die Premiere sogleich auf den 31.August 1928 fest.

Skeptisch wurde Aufricht nur, als er hörte, daß die Musik von einem gewissen Kurt Weill stammt, berüchtigt in ganz Deutschland für seine atonalen Kompositionen. Heimlich beauftragte er den jungen Musiker Theo Makeben, sich der Originalmusik der Beggar's Opera anzunehmen und diese, wo nötig, etwas aufzupäppeln. Seine Bedenken verflogen allerdings, nachdem er Weills Songs gehört hatte.

Das größte Problem war nun die knappe Zeit bis zur Premiere. Brecht und Weill schickte man an die Riviera, weil sie in Berlin bei all den Ablenkungen kaum fertig geworden wären. Am 1.August begannen die Proben, und auch da lag das Manuskript noch nicht in der endgültigen Fassung vor. Erst jetzt erhielt das Stück den Titel "Die Dreigroschenoper", der Vorschlag stammte von Lion Feuchtwanger. Und manche Szenen erlangten erst durch die Probenarbeit ihr endgültiges Gesicht.

Die Moritat von Mackie Messer beispielsweise kam nur aufgrund der Eitelkeit von Harald Paulsen, des Macheath-Darstellers, zustande. Der verlangte nämlich zur effektvollen Vorbereitung seines ersten Auftritts nach einem Song, der ausschließlich von ihm handeln solle. Nun gut, Brecht schrieb über Nacht die Verse. Lediglich Paulsens himmelblaue Krawatte mochte er nicht erwähnen, wie dieser verlangt hatte. Weill fügte in der nächsten Nacht die Melodie hinzu. Ausgerechnet daraus wurde ein in aller Welt bekannter Schlager.

Die Schwierigkeiten waren indes noch nicht überwunden. Da sprangen Schauspieler ab, weil sie sich weigerten, solch ordinäre Texte zu sprechen. Da gab es andere, die der Dreigroschenoper höchstens eine Woche bis zur Absetzung gaben und sich anderweitig vertraglich banden. Kurz, ganz Berlin bedauerte den armen Aufricht und sah einem Riesen-Flop entgegen.

Mit dieser Erwartung kam auch das Premierenpublikum ins Theater. Im Verlauf des ersten Aktes verflog jedoch alle Skepsis, und danach waren alle nur noch begeistert. Die Kritiken waren überwiegend positiv. Über ein Jahr wurde es am Schiffbauerdamm noch gespielt, ganz Europa inszenierte Die Dreigroschenoper in den nächsten Jahren, sie wurde einer der größten Theatererfolge überhaupt.

Termine
24.11. Wann fängt Weihnachten an?
25.11. Wann fängt Weihnachten an?
26.11. Wann fängt Weihnachten an?
02.12. Wann fängt Weihnachten an?
05.12. Kindertheater-Reihe: "Frau Holle"
05.12. Kindertheater-Reihe: "Frau Holle"
06.12. Kleinkunst-Reihe: "Hereingeschneit"
TAF Newsletter

Anmeldung zum TAF Newsletter

Freunde
Freunde des TAF e. V.
Sponsoren
Spielzeitsponsoren:
ovag Energie und Wasser Sparkasse Oberhessen Wirtschaft für Bad Nauheim e. V. Spielzeitsponsoren
Sponsor der Sommerreihe:

Allianz Hofmann
Login
Benutzer
Passwort

Passwort vergessen?

Impressum - Links