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Die Bauernoper
InhaltErster Akt Die Jagd, die ausschließlich den Herren vorenthalten war, zerstört die mühsame Feldarbeit der Bauern. Dennoch müssen die Abgaben pünktlich geschehen, die Kirche fordert rücksichtslos die Zehntgarben ein. Unter den Betroffenen wächst die Wut und das Misstrauen gegenüber ihren Unterdrückern. Schließlich beklagen sich die Bauern in einer Litanei über die ihnen auferlegten Pflichten und Forderungen ("Herr, erbarme Dich!"). Der Tetzel verkauft den gläubigen Bauern Ablassbriefe, die sie von den Sünden angeblich befreien werden; einige jedoch durchschauen den skrupellosen Schwindel. Andere Bauern berichten ihren Leidensgenossen von Erhebungen gegen die Unterdrückung in der Vergangenheit (Moritaten 1 bis 3). Schließlich reift die Wut der Bauern soweit, daß sie sogar ihren eigenen Herzog Ulrich verspotten. Entschlossen wollen sie gegen ihre Unterdrückung und Ausbeutung ankämpfen: "Der Bauer zeigt jetzt, dass er's kann; Fünfzehn/fünfundzwanzig - dran, dran, dran!"
Zweiter Akt In den Zwölf Artikeln konkretisieren die Bauern ihre Forderungen. Diese werden in ganz Deutschland verbreitet. Die Gegenseite reagiert: Der führende Kopf im Schwäbischen Bund, der eigentlichen (militärischen) Macht im Reich, Leonhard von Eck, will sich nicht auf Verhandlungen einlassen. Mit einer Hinhaltetaktik versucht er, seine Position in dem bevorstehenden Krieg zu stärken. Während die eine Seite der Bauern unter der Führung ihres Hauptmannes Jäcklein Rohrbach zum Losschlagen gegen die Herren drängt, rät die gemäßigte Seite unter Wenzel Hipler weiterhin zu friedlichen Verhandlungen ("Die Geyer sagt...") Gelähmt durch ihren Streit werden die Bauern am 2.April vernichtend bei Leipheim vom obersten Feldherrn des Schwäbischen Bundes, Georg Truchseß von Waldburg, geschlagen ("Jetzt jagt man Dich, gemeiner Mann...") Im Gegenzug stürmen die Bauern Weinsberg und das Schloss des Grafen von Helfenstein. Sie lassen den Grafen durch die Spieße laufen. Dem Vorwurf, sie machten es auch nicht besser als ihre Herren, begegnen die Bauern mit dem Lied von Georg Dosza. Außer sich vor Wut erfährt der Truchseß vom Weinsberger Blutgericht. Er muss erfahren, dass sich die Bauern jetzt überall erfolgreich gegen die Unterdrückung erheben. Die Bauern vertreiben die Mönche aus dem Kloster Roggenburg und zerreißen die Grundbücher und Schuldverschreibungen, in denen ihre Lasten aufgeschrieben sind. Schließlich küren sie ihren eigenen "Mönch", der zu ihnen spricht: "Als Adam grub und Eva spann, wo gab's da einen Edelmann?"
Dritter Akt Ein am 22.April mit dem Truchseß geschlossener scheinbarer Friedensvertrag sorgt für eine erhebliche Zerstrittenheit unter den Bauernführern Rohrbach, Hipler und der Renner. Dennoch wird der Götz von Berlichingen als oberster Hauptmann der Bauern verpflichtet - aber auch er erweist sich als ein falscher Freund ("Vom Götz hat jeder schon gehört"). Die andauernde Uneinigkeit der Bauern ("Der Ritter, der will's...") kommt dem Truchseß gelegen. Siegessicher stimmt er mit seinen Offizieren die Edelmannslehre an: "Erwisch' den Bauern bei dem Kragen!" Im Morgengrauen des 12.Mai überfällt der Schwäbische Bund die Bauern bei Böblingen - Tausende werden erschlagen, ertrinken jämmerlich im nahegelegenen Moor. Zwar gelingt den Bauernführern Magarethe Renner und Jäcklein Rohrbach die Flucht, aber auch sie können die drohende endgültige Niederlage der Bauern nicht aufhalten...("So endet in Deutschland die erste Revolution"). |
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