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| Prostete dem geneigten Publikum zu: Sommelier Fertsch |
Präsentierten Heiteres und Weiteres zum Thema: |
Kaum, so scheint es, ein Weiser, der sich nicht mit dem Wein beschäftigt hätte, jener Gottesgabe, die Dichter beflügelt und Bekümmerte tröstet, die »die Dummen dümmer und die Klugen klüger« macht (Jean Paul). Die Bibel, chinesische Gelehrte (Konfuzius: Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker), Martin Luther (Für die Toten Wein, für die Lebenden Wasser: Das ist eine Vorschrift für Fische) oder, ganz aktuell, Konstantin Wecker (Wer nicht genießen kann, wird ungenießbar) gehören zu den Quellen, aus denen mit Unterstützung durch das Ehepaar Römer die Mitglieder des TAF kluge Worte, Fachsimpeleien über den Wein an sich und im Besonderen, Spöttereien über die Attitüden der Weinverkoster und ergötzliche Aphorismen gesammelt hatten.
All dies wurde den Zuhörerinnen und Zuhörern, von denen mehrere zum ersten Mal eine Veranstaltung des TAF besuchten, in mundgerechten Häppchen serviert; Gunnar Bolsinger (im Glitzerjackett) sang hinreißend vom »griechischen Wein«. Dazwischen gab es Zeit und Raum für einige sachlich-fachliche Worte zu den verkosteten Weinen, in deren Vorstellung Sommelier Hanns Fertsch sich am Premierenabend mit einem eigens angereisten Winzer aus dem Wallis und einem Weinhändler teilte. Leckere Tropfen flossen da in die Gläser und durch die Kehlen, obwohl bei bei den Mitveranstaltern der pekuniäre Aspekt ausdrücklich nicht im Vordergrund stand, dürfte doch der eine oder andere das Bedürfnis verspürt haben, sich den einen oder deren edlen Rebensaft auch für den heimischen Gebrauch zu sichern. Kurzum: Es war eine rundum gelungene Aktion mit vielfältigen Reizen für Auge, Ohr und Gaumen.
Wetterauer Zeitung, 31.08.2001
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