Theater Alte Feuerwache e. V.

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Herausforderung gemeistert

 

Bad Nauheims Theater Alte Feuerwache gelingt spannende „Macbeth"-Inszenierung / Alle Aufführungen ausverkauft

BAD NAUHEIM. „The tragedy of Macbeth", die Tragödie von Macbeth, gehört mit zu den meist gespielten Shakespeare Dramen. Sei es der historische Stoff um den vermeintlich machtbesessenen Macbeth, die psychologische Tiefe oder der moralisierende Tenor - die Darstellung menschlicher Verwirrungen anhand der tragischen Macbeth- Figur muss vielen Schauspielern als Herausforderung gelten. Eine Herausforderung, der sich auch das Theater Alte Feuerwache (TAF) gestellt hat.

Zur Premiere, die im eigentlichen Sinn eine doppelte Premiere war, weil mit „Macbeth" das TAF erstmals auf der neugestalteten Theater- und Kleinkunstbühne selbst spielen durfte, bot das Ensemble am Donnerstag Abend vor ausverkauftem Haus in jeder Hinsicht eine faszinierende Darstellung des schwierigen Stückes.

Das Spiel um Gut und Böse, um Macht und moralische Verfehlungen überzeugte; spürbar die Spielfreude der Amateurschauspieler, einige darunter, die nach annähernd zehn Jahren Theatererfahrung durchaus als Profis bezeichnet werden können - für sie wäre es lohnend, in ein Stimmtraining zu investiere

Viola Muscolo, die den Shakespeare Text für die Bühne bearbeitet hat, und Pia Nußbaum, verantwortlich für Bühnenbild und Dramaturgie, haben ein glückliches Händchen bewiesen. In einer dichten Inszenierung hat das TAF mystisches Spiel und historischen Stoff zu einem Bühnenerlebnis werden lassen. Absolut gelungen die sechs Hexen (im Original sind es nur drei), die in steter Bühnenpräsenz den unaufhaltsamen Weg des schottischen Lehnsmanns Macbeth ins sichere Verderben begleitet haben. Sie symbolisieren sowohl die verführerischen Kräfte, die es vermochten, mit List und Hexentücke im choralen Flüsterton einen zunächst ehrwürdigen Feldherrn in einen gierigen Machtmenschen zu verwandeln, als auch die innerliche Zerrissenheit des Feldherren, das Hin- und Herschwanken zwischen Gut und Böse. Gleichzeitig stehen sie aber auch für das Schicksalhafte. In Lady Macbeth finden die „Zauberschwestern" eine willige Mitspielerin, durch deren Habgier das Unheil seinen Lauf nimmt: Macbeth führt aus, was von ihm verlangt wird.

Hier zeigte sich besonders die großartige Leistung der TAF-Schauspieler Gunnar Bolsinger und Christine Külzer. Bolsinger entwickelte die Figur des unglückseligen Macbeth, mitunter stand ihm (Bolsinger) tatsächlich der blanke Wahnsinn im Gesicht. Deutlich wurde in ihm auch der persönliche Konflikt des tragischen Helden, der zwischen Gut und Böse zwar noch unterscheiden, das unaufhaltsame Schicksal aber nicht mehr abwenden kann. Macbeth findet nicht die ersehnte Ruhe. Ebenso Christine Külzer, die als Lady Macbeth Habsucht und Persönlichkeitsverlust deutlich auf die Bühne brachte.

Shakespeares Macbeth, ein an Monologen reiches Theaterstück in fünf Aufzügen, fordert viel von den Schauspielern. Monologe gehören zu den schwierigsten Parts. Und das haben die Amateurspieler wirklich phantastisch hingekriegt. Unterstützt durch ein perfektes Bühnenbild - minimalistisch, nahezu nur in Schwarz gehalten, das sich später in Blutrot wandelt - wie sich parallel im Stück auch die Morde überschlagen. Toll auch die Kostüme der Zauberschwestern und die der Feldherren Macduff, Banquo und Macbeth, deren Hemden - je nach Schwere der moralischen Verfehlungen - in Weiß, Grau und Schwarz abgestuft sind. „Macbeth", das ist dramatischer Theaterstoff, der auch nach fast 400 Jahren noch immer nichts an Faszination verloren hat. Wie die Nachfrage nach Karten beweist: Alle Aufführungen, auch die zusätzliche am 29. Oktober, sind ausverkauft.

Susann Barczikowsk, Frankfurter Rundschau, 16.10.1999

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