
![]() |
|
|||||||||||||||||||||
![]() |
Maria Stuart
Die InszenierungDem Begriff des "Klassikers" von Friedrich Schiller begegnet die Inszenierung von Viola Muscolo und Christoph Schwab mit einem aufwendigen Bühnenbild: Zwei überdimensionale lebendige Gemälde stehen sich gegenüber, dem Zuschauer dazwischen wird der Einblick auf beide Bühnen durch eine drehbare Bestuhlung, die das Schauspiel Frankfurt ermöglichte, gewährt. Inmitten dieses Spannungsfeldes verfolgt er die Jagd nach der Unterschrift zum Todesurteil. Keine der Handlungsweisen der Protagonisten ist absehbar, der Opportunismus feiert seinen Siegeszug. Selbst die Liebe besteht nur dann, wenn sie materiell abgesichert ist. Großen Wert legt die TAF-Umsetzung auf die Wahrung des rhetorisch anspruchsvollen Sprachstils und bedient sich historischer Kostüme. Das Publikum befindet sich stets zwischen reflektionierender Ruhe und rastloser Handlungsdynamik, es wird zum Richter und Betrachter des Rechtsprozesses "Maria Stuart", nimmt Anteil an diesem historischen Fehlurteil. Je unmenschlicher sich das höfische Intrigen-Treiben abzeichnet, desto mehr entfremdet sich auch die Inszenierung: "Das klassische Drama als Repräsentant einer als schockierend empfundenen Moderne des 20. Jahrhunderts." Ein spannender Theaterkrimi, ein spannender Theaterabend! |
|
||||||||||||||||||||
| Impressum - Links | ||||||||||||||||||||||