Theater Alte Feuerwache e. V.

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Wetterauer Zeitung

Frei nach Schiller: "Maria Stuart" beim TAF

 

Ensemble präsentierte zum Jubiläum eine ebenso originelle wie gelungene Interpretation des Klassikers

Ein Bravourstück der deutschen Klassik, Friedrich Schillers "Maria Stuart", hatte das Ensemble der Theater-AG TAF zum Hauptstück ihres kleinen Jubiläums zum fünfjährigen Bestehen erkoren. Freilich in freier Bearbeitung: Der Klassiker wurde umgeformt und mit zeitgemäßem Kolorit spielbegeistert dargeboten.

Valerie Nicholas als Elisabeth I. und Martina Mischke als Maria Stuart boten unter der Regie von Viola Muscolo und Christoph Schwab sowohl lyrische Emphase als auch metrikfreie Sprachgewalt, sensible Ausdrucksstärke genauso wie minutiöse Versinnbildlichung persönlicher und öffentlicher Zwänge. Den beiden Schauspielerinnen gehörte der Respekt des Publikums.

Martina Mischke spielte die Stuart in betont schwärmerisch-leidenschaftlicher Art. Die langen Monologe wurden zum Ohrwurm der Einfühlsamkeit. Sie riss mit, wenn sie selbst-vergessen die Beherrschung verlor und die Situation beherrschte. Intelligenter Zynismus und geistreicher Spott hinter der grazilen Hoheit aus der Feder Schillers wechselten mit inniger Selbstaufopferung und respekteinflößender Selbstkontrolle. Ihr gegenüber stand Valerie Nicolas mit höhnischer Überheblichkeit, Verlogenheit und selbstgerechter Willkür. Sie versinnbildlichte offenkundig Autorität und Herrschsucht - staatliche Willkür, deren Opfer sie schließlich wurde. Gekonnt steif, um dann wieder mit pointierter Gebärdensprache zu glänzen, stand sie ihrer Kontrahentin Martina Mischke nicht nach.

Dazwischen tummelten sich der Graf von Leicester (Stefan Wendt), der schwärmende Mortimer (Christoph Schwab) und eine »Person« (Tanja Eckert), die Schillers Boten, Soldaten und das Volk in sich vereinte. Wendt wurde zum wankelmütigen Intriganten und politischen Gaukler. Der Spötter und Playboy überwand Schillers differenzierte Problematik menschlicher Selbsterkenntnis durch Charakterstärke. Schwab fiel der Part des innig Liebenden zu, der sich verzehrt und dem politischen Durcheinander zum Opfer fällt.

Höhepunkt der konventionslosen Originalität war Tanja Eckert, die als Punkerin die Lage kommentierte und mit distanzierter Nüchternheit dem Stück die Strenge nahm. Schillers Pedanterie wurde dadurch vorgebeugt und sein geistreicher Schwulst um eine komisch-sarkastische Note bereichert.

Ebenfalls originell und vom Publikum begeistert aufgenommen wurde die Bühnentechnik. Der Saal der Feuerwache war durch einen Laufsteg zweigeteilt, so dass die Kontrahentinnen immer ihre Spielsphäre behalten konnten, wie es Schiller konzipierte. Drehstühle erlaubten es den Zuschauern, beiden Handlungssträngen bequem zu folgen. Und die Begegnung der Königinnen im dritten Akt wurde auf dem Laufsteg geradezu klassisch zelebriert.

Hagen Kreische, Wetterauer Zeitung, 06.06.1995

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