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Tarelkins Tod oder Der Vampir von St. Petersburg

 

Die Entstehung

Tarelkins Tod ist der letzte Teil einer Trilogie (deren Teile voneinander unabhängig und einzeln aufführbar sind) und zugleich diejenige Arbeit Suchovo-Kobylins, die er für seine gelungenste hielt. Von den traditionellen dramaturgischen Mustern hat er sich nirgends weiter entfernt als hier. Sein Vorbild war Gogol, vor allem dessen "Revisor".

Jedoch spielen in Suchovo-Kobylins Farce auch andere Elemente eine große Rolle: das zeitgenössische französische Boulevard-Theater, das Jahrmarkt-Panoptikum, das Marionettentheater und der Trivialroman (dem auch das Vampirmotiv entstammt). Die Ähnlichkeiten mit Jarry, Kafka und dem späteren absurden Theater, besonders mit Mrozek, liegen auf der Hand.

"Was ihre Bühnenwirksamkeit betrifft", schreibt Fürst Mirskij in seiner Geschichte der russischen Literatur, "so kennen die Stücke Suchovo-Kobylins in der russischen Dramendichtung nicht ihresgleichen. (...) Tarelkins Tod ist eine Satire, die den Zuschauer nicht zum Lachen, sondern zum Zittern bringen soll, wie ihr Autor selbst sagte. Ihre grausame Bitterkeit lässt Saltykov daneben harmlos erscheinen; selbst den Radikalen der sechziger Jahre war sie zuviel. Suchovo-Kobylin bediente sich hier wie Gogol - aber noch unerschrockener und wilder - der Technik einer grotesken Übertreibung, die dem Geist des russischen Realismus zutiefst fremd war."

Entstanden in den Jahren 1857-1869, erschien das Stück erstmals 1869 im Druck, blieb aber über dreißig Jahre lang für Aufführungen verboten. Ein erster Versuch einer Inszenierung 1882 scheiterte an der Zensur. "Wir können doch nicht Hand an uns selbst anlegen" hieß es in der Begründung.

1883 lehnte auch das Repertoirekomitee der Staatstheater Petersburg das Stück zur Aufführung am Alexandra-Theater ab. Von Suchovo-Kobylin mehrmals überarbeitet und gemildert, erlebte Tarelkins Tod am 15. September 1900 seine Uraufführung am Suvorinschen Theater in Petersburg und war ab 1906 wiederum auf Jahre verboten.

Mejerchold hat das Stück am Vorabend der Oktoberrevolution 1917 ein erstes Mal inszeniert. Eine zweite Mejerchold-Inszenierung im Moskauer Gitis-Theater 1923 wurde zu einer Bewährungsprobe für den extremen Regiestil des Konstruktivismus.

Im übrigen gehörte das Stück, soweit es die politischen Verhältnisse erlaubten, zum festen Repertoire des sowjetischen Theaters. Es ist bis in die siebziger Jahre hinein oft aufgeführt worden.

Aus: Tarelkins Tod oder Der Vampir von St. Petersburg, erschienen im Verlag der Autoren, Frankfurt am Main

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