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| Silke Rossbach, Volker Lüdke, Kabarettist Stephan Bauer und Bürgermeister Bernd Rohde während der Pressekonferenz im Überflieger (von links) Foto: Hausmanns |
Erstmalig werden bei der Premiere Vertreter der Stadt Bad Nauheim nicht nur als Gäste, sondern auch als Kooperationspartner mit im »Überflieger«-Boot sitzen. Große Anerkennung gebühre der »außerordentlichen Leistung«, mit der Volker Lüdke und Silke Rossbach innerhalb von knapp drei Jahren eine feste und überregional bedeutungsvolle Größe im badestädtischen Kleinkunstbereich installiert hätten, erklärte Bürgermeister Bernd Rohde im gemeinsamen Pressegespräch. Ziel kommunaler Kulturarbeit müsse es sein, eine derart qualitätsvolle private Kulturinitiative bestmöglich und vorrangig zu unterstützen, begründete Rohde die neue Kooperationsbereitschaft.
Dass sich mit Neubürger Stephan Bauer ein Spitzenklasse-Kabarettist für die badestädtische Kulturszene stark macht, freue ihn besonders deshalb, weil man so eine für Bad Nauheim originäre Reihe mit einmaligem Identfikationscharakter etablieren könne, ergänzte der Rathauschef. Er könne sich vorstellen, bei erfolgreicher Zusammenarbeit die städtische Kleinkunstreihe im Badehaus 2 zugunsten anderer Aktivitäten aus dem Etat zu streichen. Glücklich schätzte sich der anwesende Kulturamtsleiter Johannes Lenz, mit der städtischen Reihe während der letzten 13 Jahre für den Background und die Angebotsvielfalt im Kleinkunstbereich der Badestadtgesorgt zu haben.
»Überflieger«-Chef Volker Lüdke seinerseits ist dankbar, nach der Sparkasse Wetterau, dem Hessischen Rundfunk und anderen Sponsoren nun auch für die neue Kulturreihe eine finanzielle Basis gefunden zu haben. »Ohne das Engagement der Stadt wäre das nicht machbar gewe
sen«, wies Lüdke darauf hin, dass bei maximal 99 Sitzplätzen ein derart umfangreiches Programm aus den Eintrittsgeldern allein nicht zu finanzieren sei. Zuversichtlich ist Lüdke, an den außerordentlichen Erfolg aller parallel laufenden Reihen in seinem Haus und des sommerlichen Open-Air-Kleinkunstfestivals anknüpfen zu können. Er sieht auch den nicht zu unterschätzenden Imagegewinn für Bad Nauheim. »Bereits jetzt kommen viele Gäste von weit her, und so ist ein regelrechter Tagestourismus zu den Veranstaltungen im ´Überflieger` entstanden«, berichtete Lüdke von der nicht seltenen Kombination aus Besuchen Bad Nauheimer Sehenswürdigkeiten und den hochwertigen Live-Acts. »Ein Zeichen, wo die Reise der Gästeakquisition in Zukunft hingehen kann«, so Lüdke.Von »total guter Resonanz« bei seinen Künstlerkollegen kann bereits jetzt Stephan Bauer erzählen. Erstmal seien sechs Matineen über das Jahr verteilt mit neuen und alten Überraschungsgästen geplant, die nächste gleich für den 7. April. An Ideen für den »Kultur-undSchlemmen«-Fahrplan soll es nicht mangeln, schwärmt der sympathische Genießer vielversprechend - und schneidet als Kostprobe für Sonntag schon einmal eine köstliche Salami an, die er gerade aus der Toskana mitgebracht hat... Tickets können im Vorverkauf bei der Flugbörse Bad Nauheim, der Flugbörse Friedberg oder direkt im »Überflieger« gesichert werden. Das Frühstücksbüffet ist bereits ab 10 Uhr geöffnet, Beginn der Vorstellung ist um 11 Uhr.
Wetterauer Zeitung, 21.02.2002
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