Theater Alte Feuerwache e. V.

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Wetterauer Zeitung

TAF beunruhigt über Rohdes Alleingang

 

Wendt: Ende der Kleinkunstreihe im Badehaus 2 beeinträchtigt auch Theaterarbeit - Offener Brief an Rathauschef

Bad Nauheim (bk). Mit »Verwunderung und Beunruhigung« haben die Verantwortlichen des Theaters Alte Feuerwache (TAF) die Entscheidung der Stadt zur Kenntnis genommen, die überaus erfolgreiche Kleinkunstreihe im Badehaus 2 des Sprudelhofs im kommenden Jahr nicht mehr fortsetzen zu wollen. Bürgermeister Bernd Rohde, der auch für die Kultur in der Kurstadt zuständig ist, hat entschieden, stattdessen ein vergleichbares Angebot zu unterstützen, das in der Brasserie »Überflieger« in der Trinkkuranlage geplant ist (wir berichteten). »Kein Mensch hat mit uns darüber gesprochen«, sagte TAF-Vorstandsvorsitzender Stefan Wendt gestern im Gespräch mit der WZ. Falle die Kleinkunstreihe weg, sei letztlich die Existenz des Badehauses 2 als Spielstätte insgesamt gefährdet - das TAF führt dort seit März 1999 seine Theaterstücke auf. Wie gestern zu erfahren war, wurde nicht nur der Vorstand des Theater-Vereins von dem Beschluss überrascht, auch das städtische Kulturamt war im Vorfeld offenbar nicht mit in den Entscheidungsprozess einbezogen.

Wendt und sein Stellvertreter Christian Neumeyer haben sich gestern mit einem offenen Brief an Rohde gewandt, um ihrer Besorgnis Ausdruck zu verleihen. Wie es darin heißt, sei 1998 ein Konzept erarbeitet worden, das im Wesentlichen auf einer Kooperation von TAF und Stadt basiere. Das Kulturamt betreibe die Kleinkunstreihe, das TAF führe seine Stücke auf. »Wir sprechen die gleiche Zielgruppe an. Somit können wir beispielsweise bei Kabarett-Besuchern erfolgreich für unser Programm werben«, machte Wendt gegenüber der WZ deutlich, welche Vorteile das bisherige Zusammenspiel im Badehaus 2 hat. Sowohl die Kleinkunstreihe als auch die TAF-Theaterstücke seien stets ausverkauft gewesen, was eindeutig für das Konzept spreche. »Wird die Kleinkunstreihe eingestellt, schneidet man einen Hauptast ab, und das Profil der Spielstätte Badehaus 2 verliert ein wesentliches Merkmal«, betonte Neumeyer.

Das Badehaus 2 wurde 1998 von der Stadt gemietet. Das TAF ist Untermieter, zahlt allerdings keinen festen Betrag, sondern kümmert sich um den Erhalt und den Ausbau des Gebäudes. Bei Theateraufführungen wird eine Summe an das Staatsbad abgeführt, die vom jeweiligen Umsatz abhängig ist. Außerdem betreiben Mitglieder des Theaters Alte Feuerwache, das im letzten Jahr mit dem Mittelhessischen Kulturpreis ausgezeichnet worden war, im Badehaus das »TAFé«. Der Verkauf von Speisen und Getränken bei allen Veranstaltungen macht einen wesentlichen Teil der Einnahmen des renommierten Amateurtheaters aus. Werden die zehn Kleinkunst- Veranstaltungen pro Jahr gestrichen, sinken naturgemäß die Erlöse, die das TAF zum Überleben dringend benötigt.

Verärgert über die Vorgehensweise des Bürgermeisters ist das TAF-Ensemble auch deshalb, weil die Vereinsmitglieder nach Angaben Wendts rund 3000 Arbeitsstunden und 25 000 bis 30 000 Euro in das Badehaus investiert haben - im Vertrauen auf eine langfristige Kooperation mit Stadt und Staatsbad. 2001 hatte das TAF unter anderem eine erfolgreiche Spendenaktion gestartet, um die Bestuhlung erneuern zu können.

Wie es in dem offenen Brief an Rohde weiter heißt, treffe die Entscheidung zugunsten der neuen Kleinkunstreihe im »Überflieger« das TAF zu einem »besonders sensiblen Zeitpunkt«. Im Augenblick bemühe sich der Verein nämlich darum, Spender und Sponsoren für das nächste künstlerische Projekt zu finden. Nach den Worten Wendts hat das TAF bislang gut mit den privaten Betreibern des »Überflieger« kooperiert. »In Sachen Kleinkunst könnten wir uns durchaus eine Nutzung des Badehauses 2 und der Brasserie vorstellen«, sagte Wendt. Bestimmte Kleinkunst-Angebote könnten im »Überflieger« ohnehin nicht realisiert werden, weil die dortige Bühne kleiner sei als die im Badehaus. Wendt und Neumeyer hoffen auf ein Umdenken Rohdes, zumal das Badehaus für das TAF die einzig mögliche Theaterspielstätte sei. Das Kurtheater komme aus finanziellen Gründen nicht in Frage, und andere geeignete Räumlichkeiten seien nicht vorhanden.

Über die Gründe für die Entscheidung Rohdes, der gestern nicht zu erreichen war, kann nur spekuliert werden. Die städtischen Finanzen dürften eine Rolle spielen. Vermutlich muss die Stadt für ihre Beteiligung an der neuen »Überflieger«Reihe weniger Geld zahlen als für das Angebot im Badehaus 2. Weiteres Argument: Wahrscheinlich geht die Trinkkuranlage im Zuge der Staatsbad-Kommunalisierung und -Privatisierung in städtischen Besitz über, während der Sprudelhof Eigentum des Landes bleiben soll. Die Stadt muss bei der Nutzung des Badehauses 2 somit auch künftig Miete zahlen, in der Trinkkuranlage dagegen entfallen diese Kosten.

Wetterauer Zeitung, 22.02.2002

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