


Zusatzaufführungen

7. - 9. Mai 2010

Premiere: 19. Juni 2010
Schwester Rose
Premiere: 04. Dezember 2010
Die heilige Johanna der Schlachthöfe
Premiere: 2011
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Leserbriefe
Gruseln ist angebracht
Friedberg und Bad Nauheim - man weiß es - sind weit voneinander entfernt.
Aber als Kulturveranstalter schaut man doch einmal hinüber. Da bietet sich dem
Betrachter eine bunte Kulturszene, vom Jazz bis zur Klassik, von der Philosophie
zur Kleinkunst. Redner und Künstler werden verwöhnt: Sie können stets vor
vollem Saal agieren. Zu verdanken ist das vielfältige Angebot dem langjährigen
Kulturamtsleiter Johannes Lenz, der längst zu einer Bad Nauheimer Institution
geworden ist. Er hat aufgebaut, gefördert, behutsam geleitet, hat Anregungen
und private Initiativen begrüßt. Unterstützt wurde er vom verständnisvollen
Kulturdezernenten Klaus Beier.
Nun hat Bürgermeister Rohde das Kulturdezernat übernommen. Aus einsamer
Höhe, ohne Absprache mit Kulturamt oder Stadtparlament (wie aus der WZ zu
entnehmen ist), wird nun mit Hieb und Stich zerstört, was lange gereift ist.
Voriges Jahr sind die Kunstausstellungen stark reduziert worden. Jetzt trifft es
die Kleinkunstreihe im Badehaus 2 und damit das TAF, beides Kinder von Johannes
Lenz. Es ist nicht zu verstehen. Kann man sich mehr Erfolg wünschen als ein
regelmäßiges Ausverkauft? Kam man ein stilvolleres Ambiente finden als das
Jugendstilbadehaus? Nichts gegen die Brasserie Überflieger, zu deren Gunsten
die Streichung angeblich notwendig sei. Bad Nauheim sollte beides verkraften,
Überflieger und Kleinkunstreihe.
Bürgermeister Rohde hat für den Sommer ein
kulturpolitisches Programm angekündigt (WZ vom 2. März). Gruseln ist
angebracht.
Aus der Friedberger Erfahrung mit einem kompetenten,
aufgeschlossenen und liebenswürdigen Kulturdezernenten weiß ich, wie wichtig
gute Zusammenarbeit ist. Kultur verlangt Feingefühl, Verständnis, Toleranz.
Hart sein darf nur das Publikum. Das sind Sie, liebe Bad Nauheimer Nachbarn.
Lassen Sie sich nicht Ihre Kultur zerstören. Treten Sie ein für den, der sie
Ihnen garantiert.
Ursula Stock, Friedberg
Vorsitzende des Volksbildungsvereins Friedberg
Wetterauer Zeitung, 13.03.2002
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