


Zusatzaufführungen

7. - 9. Mai 2010

Premiere: 19. Juni 2010
Schwester Rose
Premiere: 04. Dezember 2010
Die heilige Johanna der Schlachthöfe
Premiere: 2011
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Leserbriefe
Kunstgenuss besonderer Art
Mit meinem Leserbrief möchte ich mich für den Erhalt der Kleinkunstbühne
im Badehaus 2 einsetzen. Seit mehreren Jahren besuche ich regelmäßig die
Kurstadt Bad Nauheim. Spaziergänge durch den neugestalteten Park und in die
reizvolle Umgebung der Stadt sowie der Besuch des Thermalbades bereiten mir
immer wieder Freude. Besonders beeindruckt mich bei meinen Besuchen auch die
Vielfalt und die hohe Qualität der kulturellen Angebote. Für eine Stadt von
der Größe Bad Nauheims verdient dies hohe Anerkennung. Ich denke hier an die
Ausstellungen der verschiedensten Art, an Vorträge, Lesungen etc. unter Regie
der Volkshochschule und der zahlreichen Vereine, die gut besuchten
Sinfoniekonzerte und nicht zuletzt an die Veranstaltungen des TAF im Badehaus 2,
die für mich immer wieder einen Kunstgenuss besonderer Art darstellen, den ich
auch bei künftigen Besuchen nicht missen möchte.
Bei meinem letzten Aufenthalt in Bad Nauheim im Februar dieses Jahres habe
ich nun erfahren, dass der Fortbestand dieses Kleinods der Kunst ernsthaft
bedroht ist. Wir wissen alle, in welcher finanziellen Situation sich viele
Städte und Gemeinden befinden - dennoch halte ich es für gefährlich und
falsch, den Rotstift immer zuerst bei der Kultur anzusetzen. Es ist mir bekannt,
mit welchem Engagement sich die Verantwortlichen dieser bemerkenswerten
Kultureinrichtung für deren Gründung eingesetzt haben, wie viel Kraft sie für
die ständige Erhöhung der künstlerischen Qualität aufwenden und welch hohes
Ansehen sie bei den Kulturbürgern von Bad Nauheim genießen. Der Kauf der
Stühle zur Ausstattung dieses Hauses durch Bürger hat ihre Verbundenheit mit
dem Theater nachdrücklich unter Beweis gestellt. Es lohnt sich also, sich für
den Erhalt dieser Spielstätte mit der Kraft aller Kulturbürger der Stadt
einzusetzen.
Im Zusammenhang mit der Erhaltung der Eigenständigkeit des traditionsreichen
Deutschen Nationaltheaters. und der Abwendung einer Fusion mit dem Erfurter
Theater wurden viele tausend Unterschrift gesammelt, es wurde ein Verein zu
Erhaltung des Theaters gegründet, Podiumsdiskussionen mit prominenten Gästen
wie Richard von Weizsäcker im vollbesetzten Theater durchgeführt. Es wurde
damit eine breite Bürgerinitiative entwickelt und erreicht, dass die
Fusionspläne der Landesregierung vom Tisch sind und die Eigenständigkeit des
Theaters gesichert ist. Nun werden mit Hilfe des »Weimarer Modells« die
weiteren Schritte zur Sicherung des Theaters beschritten (unter anderem mit
einer Stiftung usw.). Ich möchte die Kulturbürger Bad Nauheims ermutigen,
gleichfalls eine breite Bürgerinitiative zur Erhaltung ihres Theaters zu
entwickeln und wünsche dabei: Viel Erfolg. Dann können wir auch in Zukunft
Veranstaltungen von hoher Qualität im Badehaus genießen.
Ernst-Günther Quaas, Weimar
Wetterauer Zeitung, 13.03.2002
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