Theater Alte Feuerwache e. V.

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Wetterauer Zeitung

Kulturbühne

Königin der Blumen - eine vielblättrige Diva

 

Kulinarisch-literarische Reihe »Genießen mit allen Sinnen«
Zum Thema Rosen stellte das TAF auszugsweise seine neue Produktion »Sah ein Frosch ein Röslein steh'n« vor

Silke Börstler, Gunnar Bolsinger, Anja Helmig und Rober Garmeister

Anja Helmig bei der Rosenpoesie

Anja Helmig, Gunnar Bolsinger, Silke Börstler und Robert
Garmeister als »Rosenkavaliere«
 

Für jede(n) Besucher oder Be-
sucherin gab es zur Begrüßung
eine Rose.

 

Fotos: Burkard

Bad Nauheim (ela). Im Rahmen der kulinarisch-literarischen Reihe »Genießen mit allen Sinnen« auf dem Johannisberg stand kürzlich die Rose im Mittelpunkt. Unterstützt durch die Buchhandlung am Park, führten Anja Helmig, Silke Börstler, Gunnar Bolsinger und Robert Garmeister vom »Theater Alte Feuerwache« das Publikum mit ihrem Programm »Sah ein Frosch ein Röslein steh'n« durch den Rosengarten. Musikalisch untermauert wurden die Darbietungen von Stefan Haus.

Den zahlreich Erschienenen wurde schnell bewusst, dass es sich bei der Rose um viel mehr handelt als nur um eine Blume. In den ausgewählten Texten zeichnete die Rose ein klares Bild vom Leben und von der Liebe. Das wohl beste Beispiel dafür ist das Märchen Dornröschen in einer leicht abgewandelten Fassung. Was zunächst so begann wie die Geschichte der Brüder Grimm, nahm bald Züge des Märchens vom Froschkönig an. So gelingt es nur einem Frosch, die dichte Rosenhecke zu überwinden und in Dornröschens Schlafgemach vorzudringen. Als Domröschen aus ihrem Schlaf erwacht, stellt sie voller Ekel fest, dass wohl ein Frosch sie wachgeküsst haben muss. Nach dessen Verwandlung in einen Prinzen erklärt sie sich doch bereit, ihr Versprechen zu halten und ihren Retter zu heiraten. Der Prinz, den Dornröschens Sinneswandel kalt lässt, versichert ihr, sie nicht geküsst zu haben. Ferner habe der Frosch mit seiner Zunge ihre Lippen berührt, um eine Fliege zu verspeisen, die darauf saß. Die Liebesgeschichte, die wie im Märchen beginnt, nimmt ein abruptes Ende, denn erst als der vermeintliche Frosch in seinen Teich zurückkehrt, merkt Domröschen, wie sehr sie ihre Haltung bereut. Auch die nächtlichen Ausflüge zum Teich, nach denen Dornröschen jedes Mal einen anderen Frosch gegen die Wand wirft, können an ihrer Situation nichts ändern.

Die Aussage dieses Märchens ähnelt der mancher Geschichten, in denen die Dornen der Rose abschreckend auf denjenigen wirken, der versucht, sich der eindrucksvollen Pflanze zu nähern. Redensarten wie zum Beispiel » Wo Rosen sind, sind auch Dornen« nahmen die Zuhörer genauso amüsiert auf wie »Die Liebe ist wie Tau, sie fällt auf Rosen und auf Kuhfladen«. Diese Redewendungen wurden dem Publikum ähnlich wie bei dem Menu häppchenweise serviert. Zu den Speisen, die die Restaurantküche zubereitet hatte, präsentierten die Künstler die seelische Nahrung mit kleinen Pausen dazwischen. »Genießen mit (fast) allen Sinnen« war ohne Weiteres möglich.

Für den optischen und den olfaktorischen Reiz sorgten die Rosen, die jeder Gast zu Beginn der Veranstaltung überreicht bekam. Für die akustische Stimulierung waren die vier Schauspieler zuständig. Die Geschmacksnerven wurden schließlich von dem Vier-Gang-Menu verwöhnt, bei dem nicht nur Rosen aufblühten. Auftakt bildete ein Blütensalat mit Rosenessig und Chilistreifen. Es folgte ein Rosensüppchen mit Marsala; als Hauptgang wurde Hühnercurry mit Rosenblüten serviert, und zum Abschluss gab es ein Rosenparfait an gezuckerten Blüten. Auch wenn mancher dem Verzehr der Blüten skeptisch gegenüber stand, so stießen die kulinarischen Köstlichkeiten doch auf breite Zustimmung - auch wenn man beispielsweise auf die Getränke märchenhaft lange warten musste. Dornröschen ließ grüßen...?

»Genießen mit allen Sinnen« war eine treffende Bezeichnung gerade auch bei dieser Veranstaltung. Die Darbietungen Anja Helmigs, Silke Börstlers, Gunnar Bolsingers und Robert Garmeisters brachten nicht nur Rosen zum Blühen, sondern begeisterten die Zuhörer derart, dass von einem kulinarisch-szenischen Abend mit musikalischer Begleitung gesprochen wird. Sie überzeugten die Anwesenden glaubhaft, dass Texte, in denen Rosen vorkommen, nicht immer kitschig sein müssen, obwohl sie sich in diese Richtung bewegen. Bejubelt wurden die Künstler des TAF ebenso für ihre Darbietungen des Hildegard Knef Klassikers »Für mich soll's rote Rosen regnen« und für »Guten Abend, gute Nacht«, das sie zusammen mit Stefan Haus einstudierten.

Wetterauer Zeitung, 05.09.2002

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