Theater Alte Feuerwache e. V.

Theater Alte Feuerwache e. V. im Badehaus 2
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Wetterauer Zeitung

»Über Rosen lässt sich dichten, in Äpfel muss man beißen«

TAF feierte Premiere mit dem Programm »Sah ein Frosch ein Röslein steh'n...« vor ausverkauftem Badehaus 2

Robert Garmeister, Anja Helmig, Silke Börstler und Gunnar Bolsinger

Musikalische Korrepitition: Stefan Haus

Ließen rote Rosen regnen (von links): Robert Garmeister,
Anja Helmig, Silke Börstler und Gunnar Bolsinger

Stefan Haus begleitete das
Quartett musikalisch.

 

Fotos: Ihm-Fahle

Bad Nauheim (ihm). Mit kräftigen Beifallsstürmen und lauten Rufen nach Zugabe verlieh das Publikum am Sonntagabend seiner Begeisterung Ausdruck. Es zeigte sich über die Maßen erbaut von der glanzvollen und beeindruckenden Premiere des Programms »Sah ein Frosch ein Röslein steh'n...« des Theaters Alte Feuerwache ­ (TAF). War eine Woche zuvor an ein viel versprechender Vorgeschmack auf die lyrisch-szenische Lesung im Cafe-Restaurant Johannisberg dargeboten worden, so präsentierten die Mitwirkenden auf der Bühne des restlos ausverkauften Badehauses 2 ihren kompletten Streifzug durch die Welt des dornigen Gewächses. Auch fürs leibliche Wohl war gesorgt: Während einer ausgedehnten Pause kredenzte man den Gästen eine delikate Rosentorte und mit Blütenblättern verzierten Sekt.

Gunnar Bolsinger, Silke Börstler, Robert Garmeister und Anja Helmig erfreuten die Zuschauer mit einem Potpourri, das einerseits aus leisen und nachdenklichen, andererseits gefühlvollen und romantischen, aber vor allen Dingen aus ausgesprochen komischen und humorvollen Elementen zusammengesetzt war. Musikalisch unterstützt wurden sie dabei von Stefan Haus. Vor der Kulisse eines mit Rosen umkränzten Torbogens, die hier und da durch einen Stuhl oder Wäschekorb erweitert wurde, interpretierten die Darsteller unter anderem Texte von Wilhelm Busch, Heinz Erhard, Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine und Eugen Roth. Während Stefan Haus eine urkomische Darbietung mit seiner Hommage an »Rösi« zum Besten gab, setzten der geniale Auftritt Bolsingers und Garmeisters als Hobbygärtner sowie die eigenwillige Version des Märchens »Dornröschen« weitere Höhepunkte. Für Heiterkeit sorgte die Aussprache der Prinzessinnennamen: Nicht »Rö-s-chen«, sondern »Rö-sch-en«!

Tragende Rollen nahmen dabei Silke Börstler als »Dornrö-sch-en«, Anja Helmig als Erzählerin, Gunnar Bolsin­ger als König und Robert Garmeister als überdimensionierter Plüschfrosch ein. Als Letzterer mit Kussabsicht die Dornenhecke übersprang, löste er Heiterkeitsstürme bei den Zuschauern und wechselnde Gefühlslagen bei den Protagonisten aus: Von Empörung (»Hinfort, du nasses Krötentier, das ist ein andres Märchen hier«) über Verständnis (»Ach so, das ist der Grund: Es saß eine Fliege auf Dornrö-sch-ens Mund«) bis hin zu verletztem Stolz (»Die junge Dame ist sich zu fein, einen Frosch zu frein«). Begnadet auch die Darbietung der Freizeitgärtner: Dem Sketch hatte Stefan Haus in Anspielung auf Reinhard Meys jüngsten Kummer mit Rasen mähenden »Gartennazis« den Song »Irgendein Depp bohrt irgendwo immer« vorangesetzt.

Anschließend erfuhr man allerhand über durchschnittliche Rasenehen, Kompostliebhaber und intime Beziehungen zum heiß geliebten Grünzeug. Während Bolsinger und Garmeister einerseits die Sonne lobten, die das Solarium ersetze, oder »Fit in den Frühling im Fitnessstudio? - Da kann ich nur lachen!« riefen, schimpften sie andererseits über putzwütige Gattinnen und deren Hang zu Unkrautvertilgungsmitteln. Auch beim Regengebet an den lieben Gott kam der Humor nicht zu kurz. Als weiteres Highlight gestaltete sich die Verteilung langstieliger Rosen an die Zuschauer, die mit wohlbekannten Versen aus dem Poesiealbum »gedüngt« war. Weitere Sprüche rund ums Thema wie »Über Rosen lässt sich dichten, in die Äpfel muss man beißen« oder »Wo du eine Rose züchtest, kann keine Distel wachsen« gab's mal auf Papier an einer Wäscheleine hängend oder als Bestandteile eines Telefondialogs.

Gesangliche Kostproben der Darsteller wurden mit dem Hildegard Knef-Song »Für mich soll's rote Rosen regnen« oder dem A-cappella-Vortrag »Red Roses for a Blue Lady« geliefert. Hier trat insbesondere Silke Börstler in Erscheinung, deren wunderschöne Stimme von Lied zu Lied mühelos über Alt zu Sopran wechselte. Einen originellen Schlusspunkt hinter das Programm setzte die Darbietung der Brahms-Weise »Guten Abend, gute Nacht«. Auf Wunsch der Zuschauer gab es natürlich auch eine Zugabe, ebenso wie sich der Dank der Schauspieler an Gäste, Lichttechniker und TAF-Vorsitzenden Stefan Wendt richtete. Letzterer hatte die Lesung in Szene gesetzt.

Wetterauer Zeitung, 10.09.2002

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