Theater Alte Feuerwache e. V.

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Juni 19
Freitag, 28.06. | 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr Fachdienst Kultur und Sport
Montesquieu und die Philosophie im Zeichen des „bel esprit

Redner: Prof. Dr. Michael Bernsen
(Universität Bonn)


Montesquieu (1689 - 1755) ist einer der bekanntesten Autoren der Frühaufklärung. Als politischer Philosoph vertritt er Ideale einer freiheitlichen Gesellschaft wie den Konstitutionalismus und die Bürgerrechte, die Gewaltenteilung und die Meinungsfreiheit, die Herrschaft des Rechts und das Streben nach sozialer Gleichheit; Ideale, die in systematischer Form in seinem Hauptwerk „Vom Geist der Gesetze“ (1748) formuliert werden. Besonders interessant ist aber seine für die spätere französische Philosophie der Aufklärung so typische Art und Weise philosophischen Reflektierens, welche von den Diskussionsformen der zeitgenössischen Salons beeinflusst ist, in denen der „bel esprit“ der witzigen Unterhaltung vorherrscht. In seinen frühen „Persischen Briefen“ (1721) lässt er zwei Perser über ihre Beobachtungen der französischen Zivilisation nachdenken und hält somit der zeitgenössischen Gesellschaft einen Spiegel vor.
August 19
Freitag, 30.08. | 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr Fachdienst Kultur und Sport
Schizophrenes Schreiben. Diderots Selbstkritik der Aufklärung

Rednerin: Prof. Dr. Barbara Ventarola
(Freie Universität Berlin)


Denis Diderot (1713 – 1784) ist einer der vielschichtigsten und widersprüchlichsten Schriftsteller der europäischen Aufklärung. Neben seinem Monumentalobjekt der Encyclopédie, einem umfassenden Kompendium des Wissens seiner Zeit, hat er auch zahlreiche literarische und kunsttheoretische Texte verfasst, die im Rückblick vielfach erstaunlich modern anmuten und das Projekt „Aufklärung“ immer wieder kritisch hinterfragen. Indem Diderot ein starkes Interesse an skurrilen Charakteren, bizarren Konstellationen, transgressiven literarischen Experimenten und extremen, oft geradezu pathologischen Affekten zeigt, höhlt er seine eigene aufklärerische Feier einer auf Vernunft gründenden Ordnung selbst aus. Der Vortrag wird herausarbeiten, wie sich dieses schizophrene Denken und Schreiben in unterschiedlichsten Texten Diderots manifestiert. Ziel ist es, ein umfassendes Bild von diesem schillernden Autor und den inneren Verwerfungen seiner Zeit zu zeichnen.
September 19
Freitag, 27.09. | 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr Fachdienst Kultur und Sport
Zwei Verkünder des Materialismus im 18. Jahrhundert: La Mettrie und Holbach

Redner: Prof. Dr. Günther Mensching
((Universität Hannover)



Julien Offray de La Mettrie (1709 – 1751) und der Baron d‘Holbach (1723 – 1789) gelten seit jeher als die radikalsten Vertreter des naturwissenschaftlichen Materialismus im 18. Jahrhundert, von vielen als geistige Befreier bewundert, von manchen anderen als Apostel der Sittenlosigkeit verschrieen. Das Denken der beiden Autoren enthält indessen mehr als die bekannten antireligiösen und deterministischen Lehren. Es hat bis heute Auswirkungen gehabt und besitzt Schlüsselcharakter für die spätere Entwicklung von Philosophie und Wissenschaft.
Oktober 19
Freitag, 25.10. | 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr Fachdienst Kultur und Sport
Moses Mendelssohn, die Berliner Aufklärung und die jüdische Aufklärung

Redner: Prof. Dr. Christoph Schulte
(Universität Potsdam)


Anders als die französische Aufklärung mit ihrem Zentrum Paris, hatte die deutsche Aufklärung mehrere Zentren, darunter Berlin. Die Berliner Aufklärung wurde maßgeblich vom Juden Moses Mendelssohn (1729 - 1786) mitgeprägt; umgekehrt waren Religionsfreiheit und die intellektuelle Gleichberechtigung von Juden charakteristische Forderungen der Berliner Aufklärung. Und die jüdische Aufklärung wurde von Berlin aus initiiert, führende jüdische Aufklärer wirkten in der Berliner und der jüdischen Aufklärung zugleich.
November 19
Freitag, 29.11. | 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr Fachdienst Kultur und Sport
Lessing – fragmentarische Anmerkungen zum Fragmentenstreit

Redner: Dr. Matthias Eigelsheimer
(Schmitten)


Lessing (1729 – 1781) ist unbestritten einer der wichtigsten Aufklärer der deutschen Philosophiegeschichte. Sein „Nathan der Weise“ gilt heute noch vielen als d a s erklärende Beispiel von Toleranz und Humanität. Nicht allseits bekannt ist indessen, dass die berühmte Ringparabel, die ein wenig hintergründiger ist, als zumeist angenommen, Lessings Antwort war auf den mit von ihm entfachten „Fragmentenstreit“, der das späte 18. Jahrhundert sehr bewegte. Wir wollen uns an diesem Abend näher mit diesem beschäftigen, da der intellektuelle „Streit“ durchaus ein Medium darstellte, um aufgeklärte Ansichten populär zu machen und der gleichsam nebenbei die Publizistik anfachte. In der Auseinandersetzung mit der protestantischen Orthodoxie fand Lessing zu einer definierten Ansicht seines Begriffes von Toleranz und Menschenwürde, der starke Auswirkungen bis ins 19. Jahrhundert entfaltete. Den Abschluss werden Überlegungen bilden, was das 21. Jahrhundert aus dem Streit des 18. Jahrhunderts aufnehmen könnte.
Termine
26.06. Erlesenes - Literarische Reihe
28.06. Montesquieu und die Philosophie im Zeichen des „bel esprit
28.06. Mutter Courage und ihre Kinder
29.06. Mutter Courage und ihre Kinder
04.07. Sommerreihe 2019 - Trio Elf
11.07. Sommerreihe 2019 - Lennart Schilgen
18.07. Sommerreihe 2019 - The Fretless
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